Bundesliga, 05.03.2009

Magnin nur Zuschauer

"Er ist meine Allzweckwaffe", sagte VfB-Teamchef Markus Babbel mit Erleichterung bei der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag gegen Borussia Dortmund - es gibt nur noch wenige Restkarten - und meinte damit Defensivallrounder Christian Träsch. Denn dem 21-Jährigen winkt gegen die Westfalen ein Platz in der Startelf als linker Verteidiger. Dort überzeugte er schon im UEFA-Cup gegen Zenit St. Petersburg als Arthur Boka und Ludovic Magnin fehlten. Dies wird indes auch am Samstag der Fall sein, denn neben dem kleinen Ivorer (Innenbandteilabriss im Knie) fehlt auch Magnin. "Er hat sich eine Adduktorenzerrung zugezogen und wird deshalb ausfallen", so Babbel über den Schweizer. Neben Magnin und Boka müssen weiterhin auch Matthieu Delpierre (Bänderanriss im Sprunggelenk) und Yildiray Bastürk (Wadenzerrung) passen. Dafür kehrt Khalid Boulahrouz nach abgesessener Gelbsperre wieder zurück. Ob der Niederländer auch zur ersten Elf gehören wird, ließ Babbel offen. "Jeder hat die Möglichkeit, sich in die Mannschaft zu spielen und mir zu zeigen, dass er zur ersten Elf gehört. Denn die englischen Wochen fallen ja jetzt leider weg. Diejenigen, die mir am Besten gefallen, werden spielen. Khalid Boulahrouz hatte zuletzt durch seine Gelbsperre Pech und Georg Niedermeier hat diese Chance genutzt", ließ Babbel offen, wer gegen den BVB an der Seite von Serdar Tasci in der Innenverteidigung auflaufen wird. Auch im Angriff entscheidet sich der VfB-Teamchef wohl aus dem Bauch heraus, wer den Platz neben dem gesetzten Mario Gomez einnehmen wird. "Ich habe das Glück, vier erstklassige Stürmer im Kader zu haben", so Markus Babbel, der erwartet, dass sich jeder einzelne optimal einbringt, um das Gesamtniveau des Teams zu steigern.

Hitzlsperger kehrt zurück

So habe sich zum Beispiel Julian Schieber nach seiner Einwechslung am Sonntag in Karlsruhe "sensationell präsentiert. Das war klasse, wie er marschiert ist", zollte Babbel dem jungen Angreifer ein Extralob. Einen Stammplatz hat Schieber deshalb aber noch lange nicht, ganz im Gegensatz zu Thomas Hitzlsperger. "Er ist mein Kapitän. Und deshalb habe ich ihn am Sonntag in Karlsruhe auch schon vor der Mannschaftssitzung zur Seite genommen und ihm gesagt, dass er nicht spielen wird. Denn ich hatte das Gefühl, dass er ein wenig müde war. Wenn er sich nicht verletzt oder krank wird, wird er gegen Dortmund aber wieder in der Mannschaft sein", erteilte der VfB-Teamchef jeglichen Spekulationen über eine Denkpause oder Ähnliches eine klare Absage. Vielmehr soll Hitzlsperger gegen den BVB mithelfen, die Erfolgsserie auszubauen. "Wir wollen mit einem Sieg weiter um die vorderen Plätze mitkämpfen. Es wird nicht leicht werden, denn Dortmund hat, glaube ich, erst dreimal verloren. Deshalb wird es wichtig sein, dass wir von Anfang an eine hohe Schlagzahl gehen und im Zweifel auch geduldig spielen", gab Babbel seinen Spielern mit auf den Weg. Es gelte defensiv gut zu stehen und keine Konter zuzulassen. Sein Team habe in Karlsruhe bewiesen, dass es fit sei und in der Schlussphase nochmals zulegen könne. Dies könnte unter Umständen auch gegen die Dortmunder notwendig sein, die der Europameister von 1996 als "defensiv stark und mit großem Potenzial nach vorne beschrieb. Mit Tamas Hajnal haben sie einen sehr guten Kreativspieler und dazu auch erstklassige Spitzen. Ganz egal, ob Valdez, Frei oder Zidan spielen. Wir müssen den Gegner laufen lassen und ihn müde machen. Sicher werden wir keine tausend Chancen bekommen, sondern müssen die wenigen nutzen. Das Ziel ist es, in Führung zu gehen und dann unsere Stärken im Konter auszuspielen".

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Wie gewohnt sprach Markus Babbel vor dem nächsten Spiel über Personal, Taktik und Zielsetzung. Die Presse-konferenz vor dem Duell mit den BVB - jetzt auf vfbtv.

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