
Er war der erste Torschütze des VfB Stuttgart in der neu eingeführten Fußball-Bundesliga, als er am 31. August 1963 gegen Hertha BSC Berlin vor 45.000 Zuschauern im damaligen Neckarstadion traf. Heute feiert der ehemalige Filigrantechniker im Trikot mit dem roten Brustring Rolf Geiger seinen 75. Geburtstag. Als Ehrenrat ist Geiger dem VfB nach wie vor eng verbunden. Der Vorstand und der gesamte Verein gratulieren ihm ganz herzlich zu seinem Ehrentag und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.
Als Rolf Geiger am 16. Oktober 1934 in Marbach am Neckar das Licht der Welt erblickte, war natürlich nicht absehbar, welch große Fußballerkarriere hier begann. Von 1957 bis 1967 schnürte der Stürmer, mit einer Saison Ausnahme, als er einen Abstecher zum AC Mantua nach Italien machte, die Fußballschuhe für den VfB Stuttgart. 59 erzielte Tore in 116 Oberliga-Einsätzen und ab 1963 19 Torerfolge in 70 Bundesligaspielen für den VfB sprechen eine deutliche Sprache von der Treffsicherheit des regional verwurzelten und stets bodenständigen Vollblutfußballers. Sein größter Erfolg mit dem VfB war der Gewinn des DFB-Pokals 1958. Im Finale erzielte Rolf Geiger das zwischenzeitliche 2:2 beim 4:3-Erfolg nach Verlängerung gegen Fortuna Düsseldorf.
Achtmal stand Geiger für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Platz. Die Teilnahme an einem großen Turnier mit Ausnahme der Olympischen Spiele 1958 in Melbourne blieb ihm aus verschiedenen Gründen verwehrt. Der gelernte Maurer hängte im Sommer 1967 als 33-Jähriger seine Kickschuhe an den Nagel und widmete sich, ebenso erfolgreich, der Tätigkeit als Bauunternehmer und Immobilienmakler.