Nach dem überzeugenden 4:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende überholten die Knappen sogar Bayer Leverkusen und sind dem FC Bayern München dicht auf den Fersen. Mit zwei Punkten Rückstand hinter Bayern liegt Schalke 04 auf dem zweiten Tabellenplatz. 15 Siege, sechs Unentschieden und vier Niederlagen lautet die beachtliche Bilanz nach 25 Spieltagen.
Junge Defensivspieler überzeugten bisher
Vor allem die Schalker Defensive wusste seit Beginn dieser Spielzeit zu beeindrucken. Mit 19 Gegentoren ist die Magath-Elf die abwehrstärkste Mannschaft der gesamten Liga. Dabei überzeugten neben den erfahrenen Marcelo Bordon, Heiko Westermann und Rafinha die jungen Defensivspieler Benedikt Höwedes, Carlos Zambrano, Christoph Moritz und Lukas Schmitz. Letzterer rückte in den vergangenen Partien auf die linke Abwehrposition und war zudem bei Standardsituationen Wegbereiter einiger Tore. Beim 2:1-Derby-Sieg gegen Borussia Dortmund sowie beim Auswärtssieg gegen die Frankfurter Eintracht bereitete Schmitz jeweils das Kopfballtor von Höwedes vor.
Viele Neuzugänge im Winter
Hinter der Abwehr bestätigte Manuel Neuer im Schalker Tor die guten Leistungen der letzten drei Spielzeiten und gilt nicht umsonst neben Leverkusens Rene Adler als heißester Anwärter auf die deutsche Nummer eins bei der WM 2010.
Im Winter verpflichtete Felix Magath, der neben dem Traineramt auch die Posten als Manager und Vorstand innehat, zu seinem ohnehin schon gut besetzten Team weitere vielversprechende Akteure. In der Abwehr kam der Perspektivspieler aus Norwegen, Tore Reginiussen, hinzu. Peer Kluge (1. FC Nürnberg), Alexander Baumjohann (FC Bayern München) sowie der Chinese Hao Junmin verstärkten das Mittelfeld. Und für den Angriff holte der Trainer, der in der letzten Saison mit dem VfL Wolfsburg Deutscher Meister wurde, den Ex-Mainzer Edu. Abgegeben hat Schalke hingegen lediglich Halil Altintop, der sich der Frankfurter Eintracht angeschlossen hat.
Erst zwei Niederlagen vor heimischem Publikum
Die Spielweise der Schalker ist schnörkellos, dafür aber äußerst erfolgreich. Im Spielaufbau sorgt Ivan Rakitic für die kreativen Momente im Spiel nach vorne, wo er meistens in Jefferson Farfan (sieben Tore) und Kevin Kuranyi (13 Tore) zwei gefährliche Abnehmer für seine Vorlagen findet. Das Umschalten von Defensive auf Angriff gehört zudem zu den Stärken der Mannschaft aus Gelsenkirchen, die zu Hause erst zwei Niederlagen hinnehmen musste, aber schon neun Siege feiern konnte. Den VfB erwartet demnach eine schwere Aufgabe am Freitagabend. Die Knappen wollen vor heimischem Publikum mit einem Sieg wenigstens für einen Tag an den Bayern vorbeiziehen.